Das Eidgenössische Amt für geistiges Eigentum in Bern
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Technischer Experte im Patentamt Bern
"Fürchterlich viel zu thun"
Von 1902 bis 1909 arbeitete Einstein als Patentprüfer im eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum in Bern. In diese Zeit fallen seine bedeutendsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, unter anderem die Ableitung seiner Formel: E=mc²
Ich muss Ihnen offen sagen, dass ich mit Staunen gelesen habe, dass Sie 8 Stunden im Tage in einem Bureau sitzen müssen, schreibt der Physiker Jakob Laub 1908 an Einstein. Laub hielt es für einen Treppenwitz in der Geschichte, dass Einstein auch drei Jahre nach seinen Bahn brechenden physikalischen Arbeiten seine Tage mit der Prüfung von technischen Erfindungen verbrachte. Als Einstein 1902 die Stelle als technischer Experte III. Klasse antrat, bedeutete das für ihn allerdings eine große Erleichterung. Die dumme Sache um die Hungerleiderei hatte ein Ende. Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen an verschiedenen Universitäten hatte er sich zuvor als Privatlehrer durchschlagen müssen.
Im Patentamt musste Einstein sich zunächst den strengen Unterweisungen des Amtschefs Friedrich Haller
unterziehen. Als Physiker verstehen Sie nichts von Zeichnungen. Sie müssen sich das Lesen der technischen Zeichnungen und der Bemessungen noch aneignen. Bevor Sie das nicht können, kann ich Sie nicht fest anstellen, machte ihm Haller klar.
mit der Einstein-Zitatmaschine!
Seiner Leidenschaft, der Physik, konnte sich Einstein jetzt nur noch nach Dienstschluss widmen. Er habe fürchterlich viel zu thun, schrieb er seinem Freund Hans Wohlwend. Jeden Tag 8 Stunden Amt und eine Privatstunde mindestens & dann arbeite ich auch noch wissenschaftlich. (...) Sogar mittags zwischen 1 und 2 bin ich nicht zuhause, sondern lese mit einem Freund in einem philosophischen Buch. Trotzdem schien er recht zufrieden mit seinem neuen Broterwerb. Meine Thätigkeit im Amt gefällt mir sehr, da sie ungemein abwechslungsreich ist und viel zu denken gibt.








