Einstein in Aarau
Stationen eines Wanderlebens
Oft fuhr er übers Wochenende ins 30 km entfernte Lenzburg, um dort mit Freunden Kammermusik einzuüben. Es scheint nicht, dass er damals die Schweiz schon für sich als Wandergebiet entdeckt hätte und Ausflüge ins umgebende Juragebirge mit seinen schroffen Kalkfelsen, grünen Tälern und schäumenden Wasserfällen machte. Von einem verregneten Schulausflug auf den Säntis wird berichtet, man musste den "schlecht beschuhten Touristen" retten, der an einem steilen Hang abgerutscht war.
Die Verbindung nach Aarau riss auch nach seinem Weggang im Herbst 1896 nicht ganz ab. Seine Schwester Maja absolvierte 1899 bis 1902 dort das Lehrerinnenseminar und heiratete später den Winteler-Sohn Paul, sein Freund Michele Besso die älteste Tochter Anna. "Glückliche, bodenständige Menschen" nannte Einstein 1922 die Aarauer, und sich selbst einen "Zigeuner".
Jost Winteler
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