Bund Neues Vaterland
Einstein und die Völkerverständigung
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich Einstein bei zahlreichen Gelegenheiten für die Ziele des Bundes Neues Vaterland ein. So empfing er im Dezember 1919 den französischen Pazifisten Paul Colin in Berlin, der als erster Franzose nach dem Krieg öffentlich in Deutschland sprach. Zu dieser Zeit wurde Einstein das Opfer heftiger Anfeindungen, unter anderem sagte ein nationalistischer Student auf einer öffentlichen Versammlung, man müsste dem Juden die Gurgel durchschneiden. Einstein ließ sich nicht beirren und engagierte sich weiterhin für die Völkerverständigung in Europa, insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland. Dies tat er nicht nur im Rahmen des Bundes Neues Vaterland, der sich 1922 in Deutsche Liga für Menschenrechte umbenannte, sondern auch bei anderen Gelegenheiten.
Ein weiteres Anliegen Einsteins war die Kriegsdienstverweigerung, die, wie er dachte, jede Kriegführung unmöglich machen würde. Über diese Frage kam es innerhalb der deutschen Friedensbewegung zu Auseinandersetzungen zwischen einem idealistischen Flügel, zu dem auch Einstein zählte, und einem realistisch eingestellten. Die Spaltung trug dazu bei, dass die Pazifisten Ende der 20er Jahre jeden politischen Einfluss verloren.
Einstein und die DDP
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