Einstein in Zürich
Eine tolerante Umgebung
Viermal zog es Albert Einstein in seinem Leben nach Zürich, nie blieb er lange. Zuerst vom Polytechnikum abgewiesen, schaffte er es im zweiten Anlauf. Später lehrte er in Zürich zuerst als außerordentlicher, dann als ordentlicher Professor.
Mit gut sechzehn Jahren versuchte Einstein 1895 ohne Abitur am Polytechnikum in Zürich zu studieren. Doch herausragende Leistungen in Physik und Mathematik reichten für die Aufnahmeprüfung nicht, es zeigte sich die Lückenhaftigkeit meiner Vorbildung, und so war es voll berechtigt, dass ich durchfiel. Ein gutes Jahr später stand er wieder vor dem Polytechnikum, diesmal als Student.
Um 1900 war die Schweiz und insbesondere Zürich mit seinen rund 150.000 Einwohnern inmitten Europas eine kleine Insel mit republikanisch-demokratischer Tradition, umgeben von vier autoritären König- und Kaiserreichen.
Trotz des fehlenden Wahlrechts für Frauen und anderer Makel konnte man den Großraum Zürich als eine der tolerantesten Gegenden Europas bezeichnen. Nicht ohne Grund studierten hier Rosa Luxemburg und Alexandra Kollontai, welcher Einstein flüchtig begegnete. Albert verbummelte gerne die Zeit in Zürichs schöner Umgebung, segelte auf dem Zürichsee mit Blick auf die Alpen und kletterte auf den 2500 Meter hohen Säntis. Doch am liebsten saß er pfeiferauchend in den Cafes am Limmatquai.
Erst 1909 bekam er die langersehnte außerordentliche Professur an der Uni Zürich. Dekan Stoll bemerkte zur Wahl von Einstein im damals typischen Akademiker-Antisemitismus, dass Einstein Israelit ist und gerade den
mit der Einstein-Zitatmaschine!









