Paul Ehrenfest
Einsteins bester Freund
Der österreichische Physiker Paul Ehrenfest lernte 1912 auf seiner großen Rundreise durch Europa Albert Einstein kennen und war seitdem bis zu seinem Tode 1933 dessen bester Freund.
Paul Ehrenfest wurde im Januar 1880 als jüngster von fünf Brüdern in Wien geboren. Seine jüdischen Eltern stammten aus Osteuropa und betrieben ein Lebensmittelgeschäft. Schon als Jugendlicher hatte er depressive Tendenzen und haderte mit sich und der Welt. Zuerst studierte er in Wien Chemie, wechselte bald zur Physik und verfasste 1902 seine Dissertation zur theoretischen Mechanik.
1904 heiratete er die russische Mathematik-Studentin Tatjana Afanassiewa und siedelte 1907 nach St. Petersburg über. Ohne sichere akademische Stellung machte sich Ehrenfest einen Namen als scharfsinniger Theoretiker und beschäftigte sich mit den begrifflichen Grundlagen der statistischen Mechanik.
Auf einer Europa-Rundreise besuchte Ehrenfest im Februar 1912 Einstein in Prag. Innerhalb weniger Stunden waren wir Freunde erinnerte sich Einstein später, und bezeichnete sich als Menschen, die durch ihr Streben und Sehnen wie füreinander geschaffen waren. Ihr Leben lang verband sie nun eine innige Freundschaft, sei es durch mehrwöchige gegenseitige Besuche, regen Briefkontakt oder gemeinsames Musizieren. Auch konnte Einstein eine sonst nicht gekannte Nähe bei Gesprächen unter den beiden Freunden zulassen.
Natürlich stritten sie sich gern und ausgiebig, liebevoll nannte Ehrenfest Einstein einmal einen Schlampsack und ihre Freundschaft hielt aus, dass Ehrenfest Ende der zwanziger Jahre im Streit um die Quantenphysik zwischen Niels Bohr und Einstein den Ansichten von Bohr zuneigte.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









