Das belgische Königspaar
Einstein bei "Königs"
Beim Musizieren, aber auch politisch fühlte sich Einstein beim belgischen Königspaar überaus wohl. Seit 1929 war er dort ein gern gesehener Gast.
Falls sich eine Gefahr zeigt, verraten sie nichts der Königin; sie würde sofort hingehen wollen. So charakterisierte König Albert I von Belgien auf einer Reise durch das Niltal seine Ehefrau, die am 25. Juli 1876 in Possenhofen/Bayern geborene Elisabeth von Belgien.
Der ersten Einladung Elisabethts folgte Einstein im Mai 1929. Nachdem er mit der Majestät und einer Hofdame musiziert hatte, versuchte er ihr bei einem anschließenden Tee seine Physik zu erklären.
Ein Jahr später, als er zum zweiten Mal eingeladen war, schrieb Einstein ganz begeistert an seine Ehefrau Elsa: Ich wurde mit rührender Herzlichkeit aufgenommen. Diese beiden Leutchen sind von einer Reinheit und Güte, wie sie selten zu finden ist. Wieder unterhielten sie sich, dann musizierte man zusammen, um schließlich allein zu dritt zu essen.
Ohne Bedienung, vegetarisch, Spinat mit Setzei und Kartoffeln, punktum. Einstein gefiel es dort über die Massen und sein Gefühl wurde erwidert.
Es entwickelte sich eine innige Freundschaft zwischen Einstein und den Königs. Man dachte ähnlich über den zurückliegenden Weltkrieg und den deutschen Chauvinismus, und hatte mit der Musik und der Wissenschaft vielfältige gemeinsame Interessen. Als Einstein im Frühjahr 1933 noch ein Mal nach Europa zurückkehrte, kümmerten sich die Königs um sein Wohlergehen in der Zeit, die er in Belgien verbrachte.
Auch nach dem Tod von König Albert I 1934 bei einem Kletterunfall blieb Einstein bis ans Ende seiner Tage seiner Lieben Königin per Brief tief verbunden. Auch Elisabeth versicherte Einstein, dass sie das kleine Licht, welches Sie angezündet haben, gut bewahren werde, nachdem er ihr seine Causal- und Wahrscheinlichkeitstheorien erklärt hatte.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









