Johanna Fantova
Letzte Jahre - Letzte Liebe
Einstein hatte die bildschöne Bibliothekarin aus Prag in den 1920ern kennen gelernt und war schon in Berlin mit ihr segeln gegangen. 1939 emigrierte sie auf Einsteins Drängen hin in die USA nach Princeton. Die 22 Jahre jüngere Hanne, wie er sie nannte, war einer der wenigen Menschen in seinem Leben, die ihm sehr nah kam. Sie ging in seinem Haus ein und aus und begleitete ihn beim Segeln oder zu Konzerten. Für sie schrieb er Gedichte und zeichnete kleine Karikaturen. Ihr erlaubte er sogar, seine schlohweiße Mähne zu schneiden.
Fantovas Aufzeichnungen zeigen den privaten Einstein als liebenswerten Eigenbrötler, der sich auf seine alten Tage noch immer bester Laune erfreute. Sein Humor verließ ihn selbst dann nicht, als es mit seiner Gesundheit rapide bergab ging. So verglich er sich mit einem alten Auto, das voller mechanischer Probleme ist. Seinem depressiven Papagei Bibo
erzählte Einstein Witze, um ihn aufzumuntern. Im April 1955 wurde es dann ernst: Das Aneurysma platzte. Fünf Tage später starb Einstein im Alter von 76 Jahren.
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