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Schwester Maja
Wie eine Zwillingsschwester
Seine Schwester Maja war der Mensch, der Albert Einstein vom Wesen her am nächsten kam. Das innige Verhältnis, das die beiden verband, war in der Kindheit noch nicht unbedingt sichtbar. Im Alter wurden sich die Geschwister immer ähnlicher und lebten auch wieder in einem Haus zusammen.
Bei der Geburt seiner Schwester Maria - in der Familie Maja genannt war der zweijährige Bruder enttäuscht, weil er sich eine Art Spielzeug vorgestellt hatte. "Ja, aber wo hat es denn seine Rädchen?" Neben Familienanekdoten, die sie selbst nur vom Hören kannte, erzählt Maja in ihrer biografischen Skizze von 1924 auch selbsterlebte Episoden, die deutlich machen, dass sie bei aller Zuneigung die ersten Jahre unter den "Jähzornsausbrüchen" ihres älteren Bruder zu leiden hatte: "In solchen Momenten wurde er im Gesicht ganz gelb, die Nasenspitze aber schneeweiss, u. er war nicht mehr Herr seiner selbst." Verlief
der Wurf einer grossen Kegelkugel noch glimpflich, so schlug er ihr ein anderes Mal mit der Kinderhacke ein Loch in den Kopf. Maja folgerte daraus, "dass auch ein gesunder Schädel dazu erforderlich ist, die Schwester eines Denkers zu sein."
Die frühe Gewalttätigkeit, die sich bei Einstein in den ersten Schuljahren verlor, hat sie nicht mit ihm geteilt, dafür aber Intelligenz, Humor und Herzensgüte. Nach der Grundschule in München wechselte sie 1894 mit dem Umzug der Eltern auf die Internationale Schule in Mailand. Anschließend besuchte sie das Lehrerinnenseminar in Aarau in der Schweiz, wo auch ihr Bruder zur Schule gegangen war. In dessen ehemaliger Gastfamilie Winteler lernte sie den Sohn Paul kennen, den sie im März 1910 heiratete.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









