Ein sicherer Kühlschrank
Haustechnik für Atomkraftwerke
Mit seinem Kollegen Leo Szilard reichte Einstein über 45 kühltechnische Patente ein.
Ein bisschen Technik dann und wann / auch Grübler amüsieren kann. / Drum kühnlich denk ich schon so weit: / Wir legen noch ein Ei zu zweit. Das Verfassen von Knittelversen und das Ersinnen technischer Apparate bereiteten Einstein große Freude. Das Ei in diesem Vers war ein Hörgerät für eine befreundete Sängerin. Ganz praktisch Leiden verhindern sollte auch eine andere Erfindung, mit der sich der theoretische Physiker über Jahre beschäftigte: der Kühlschrank.
Anstoß war eine Zeitungsmeldung. Irgendwann im Winter 1926/27 las Einstein von einem tragischen Unfall: Eine mehrköpfige Familie war durch giftige Gase aus der Pumpe ihres Kühlschranks im Schlaf umgekommen. Solche Unfälle häuften sich damals, denn elektrische Kühlschränke verdrängten immer mehr die traditionellen Eiskästen. In diesen Kühlschränken zirkulierte Ammoniak, Methylchlorid oder Schwefeldioxid als Kältemittel. Alle drei sind tödliche Gifte.
Mit seinem 19 Jahre jüngeren Kollegen Leo Szilard suchte Einstein nach Alternativen zu diesem risikoanfälligen Design. Im Laufe der nächsten Jahre reichten beide gemeinsam über 45 Patente in mindestens sechs Ländern zum Thema Kühltechnik ein. Ihre zentrale Idee war es, einen Kühlschrank ohne mechanische Verschleißteile zu konstruieren.
Eine Firma stellte auf der Leipziger Messe 1928 einen Prototyp eines von den beiden Physikern erdachten Tauchkühlers vor, mit dem man beispielsweise ein Getränk im Glas kühlen konnte. Zum Antrieb war nur ein Wasserhahn nötig. Öffentlich wollte Einstein allerdings nicht mit diesem Partyknüller in Verbindung gebracht werden. Vertraglich lies er sich zusichern, dass mit seinem Name nicht für das Kühlgerät geworben würde.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









